Schreyhals 48

Schreyhals 48

FC BASEL 1893 – FC Sion, 01. August 2015

EIN PAAR SOMMERMÄRCHEN

Woran ich denke, wenn es wieder heiss wird. Sommer mit dem FCB.

Uhrencup.
Vom Baden am Birsköpfli direkt zum Match gegen irgendein osteuropäisches Werksteam. Mätschle mit Celtic-Supportern in Grenchens Fussgängerzönli. Als VIP im Festzelt bedienen lassen bis der Schwindel auffliegt. Mit Roter-Stern-Mützen heimkehren. Minigolf beim Bahnhof Grenchen Nord. Oder Süd? Jedes Jahr haben wir das verwechselt.

Meisterschaftsstart.
In Aarau waren wir einmal pauschal verboten. Wunderbar war es, trotzdem ins Brügglifeld zu gelangen, mit TV-Experte Zubi zu posieren, mit Eingeborenen zu diskutieren und neue Lieder zu erfinden. Von wegen: „Im Brügglifeld regnet es immer.“ Wir hatten Sonnenbrand. Und Nachbrand.

Cup.
Im Spätsommer geht es mit etwas Glück nach Mendrisio, Schötz oder wieder einmal nach Genf. Die ersten Cup-Runden sind die schönsten: Neue Biere, neue Grounds, neue Geschichten. Die Mini-Sandoz-Trophäe baumelt jeweils glänzend um den Hals, das Billett kommt daheim in die Sammlung.

Yann.
Sommer. Ein starker Werbeträger.

Kriens.
Hitze, überhitzte Menschen, Menschen-Jagd.

Testspiele.
Adrian Knup wird 1993 im VfB-Shirt in Gelterkinden dauerbeleidigt, während dem Gewitterunterbruch kicken die Kutten im Schlamm. In Lustenau fliesst das Mohrenbräu in Strömen und H. erwacht auf der Heimfahrt in „Biel-Bienne“. Testspiele: Testspieler bestaunen auf den Joggeli-Nebenplätzen, neue Spieler vorverurteilen in der Provinz. Testspiel gegen den FCZ – Freundschaftsspiel wäre die falsche Bezeichnung.

Ferien.
Verreisen heisst verpassen. Früher: Resultate aus deutschen Sportzeitungen, die den Ferienort mit drei Tagen Verspätung erreichen. Trotzdem Freude über ein 2:1-Sieg auswärts bei Gornik Zabrze. Torschütze: Zwei Mal Zuffi. Später: Miefige Internetcafés, wie hat der FCB gespielt? Wetten im Brasilianischen Sommer: Wenn wir gewonnen haben, gibt’s Caipirinha für alle. Internet-Check im Hostel. Luzern-Basel 5:1. Also keine Drinks, sondern ab ins Bett. Auf der Fähre nach Marokko die unglaubliche Nachricht: 1:1 in Liverpool, Rossi trifft für Rotblau. In die Freude über den Erfolg vermischt sich Wehmut darüber, nicht dabei gewesen zu sein. Heute: Nervosität am Smartphone.

Nyon.
Die UEFA wohnt ziemlich gediegen am Genfersee. Dahin haben wir zur Championsleague-Quali-Auslosung einen Abstecher gemacht. Lag grad am Weg zum Servette-Spiel. Baden, Kartenspiele, Versuche die Aufmerksamkeit der hohen Herren jenseits des Zauns auf uns zu lenken. Uns haben sie geföttelet, Inter haben sie gezogen. Unser Traumlos und eine weitere heisse Sommererinnerung: Im Car nach Mailand, Fackelmeer, Sterjovskis Ehrentreffer, Kopfschmerzen auf der Heimfahrt.

Europacup-Qualifikation.
Nach San Marino sind wir dann eben doch nicht gefahren. Dammi. Aber in Andorra haben sie uns für Spieler gehalten. Und in Liechtenstein gab es auch schon Länderpunkte. UIC auf dem Barfi gegen Hamburg, 0:0 im alten Joggeli gegen Boby Brno.

Andorra.
Die Reise nach Santa Coloma im Sommer vor sechs Jahren. Sechs Wahnsinnige in einem Kleinbus. Ausgerüstet mit Plastikpolizeispielzeug und Badehose. Ins Stadion gingen wir nicht. Der Campingplatz über dem Stadion bot beste Sicht aufs Spielgeschehen und kühles Bier. Die Lücke in der Billettsammlung schmerzt aber schon ein bisschen. Auf dem Heimweg Moules-Frittes, viel Stau und drei Punkte im Tourbillon.

Pause.
Sommer bedeutet auch: Mehr Platz in der Agenda, weil weniger Fussballtermine. Zeit für anderes. Für Wichtigeres. Für Unwichtigeres. Bis es endlich wieder losgeht.

Fussball ist wichtig.

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